Anwendungen

Aus kleinen Mengen Prozessgas Strom gewinnen

Der DEPRAG GET® Turbinengenerator gewinnt Energie zurück – auch kleine Restmengen sind nutzbar!

So ist die Energierückgewinnung mit der neuen Technologie in vielen Industriebereichen denkbar:

Energierückgewinnung in Schmelzwerken

Bei der Schmelze von Metallen – beispielsweise Aluminium oder Kupfer – werden die Schmelzwannen durch Druckluft gekühlt. Die Druckluft strömt durch Kühlkanäle und nimmt dabei Wärme auf. Anschließend wird sie normalerweise ungenutzt in die Atmosphäre entlassen.

Der neue Turbinengenerator macht die aus der Wärme aufgenommene Energie nutzbar:
Mit der Mikroexpansionsturbine und dem integrierten Generator wird diese in elektrischen Strom umgewandelt und ins Stromnetz eingespeist.


Energierückgewinnung in Biogasanlagen

In großen Biogasanlagen kann bereits Restenergie verstromt werden, allerdings mit einem Leistungsbereich der Anlagen von 200 bis 1.500 kW. Die DEPRAG Technologie macht nun die Energierückgewinnung auch in kleinen Anlagen möglich.

Zur weiteren Effizienzsteigerung von Biogasanlagen kann Methan in das Erdgasnetz eingespeist und damit auch Energie gespeichert bzw. transportiert werden. Biogas besteht zum großen Teil aus Methan und Kohlendioxid. Voraussetzung für die Einspeisung ist daher, dass der Kohlendioxidanteil aus dem Biogas entfernt wird. In der Regel geschieht das in verfahrenstechnischen Anlagen, bei denen das Kohlendioxid am Ende mit relativ hohem Druck- und Temperaturniveau vorliegt. Die darin enthaltene Energie kann mit Hilfe unserer GET® zum großen Teil zurück gewonnen werden.


Energierückgewinnung im Erdgasnetz

Erdgas wird über tausende von Kilometern mit hohem Druck durch Pipelines aus den Förderländern zum Verbraucher gepumpt. Zur Einspeisung in die regionalen Netze, in denen ein geringerer Druck herrscht, muss der Druck herabgesetzt, das Gas entspannt werden. Auch die heimischen Stadtwerke vermindern noch einmal den Gasdruck, bevor das Erdgas in die privaten Haushalte zum Endverbraucher gelangt. Bei der Transformation von Drücken in Gasleitungen geht dabei in der Ferngastechnik wertvolle Energie verloren.

Der DEPRAG GET® Turbinengenerator wandelt diese Energie kostengünstig und ohne großen Aufwand in elektrischen Strom um.

Durch die Expansion in der Turbine kühlt Erdgas stark ab. Erdgas muss meist vorgeheizt werden, wenn nach der Turbine die Gastemperatur über dem Gefrierpunkt liegen soll.

Wärmeenergie

Wärmeenergie kann von natürlichen Vorkommen (Geothermie), industriellen Prozessen (z. B. Gießereien) oder von stationären bzw. mobilen Verbrennungsmotoren (z. B. Blockheizkraftwerke, Schiffsmotoren, LKWs ...) stammen. Beim Verbrennungsmotor gehen etwa 60 % der eingesetzten Energie über Verlustwärme im Kühler und im Abgasstrom verloren!
Um diese verschwendete Energie nutzbar zu machen, bietet sich der GET® Turbinengenerator zum Einbau z. B. in ORC-Anlagen an.

Die ungenutzte Wärmeenergie wird in elektrischen Strom umgewandelt und steht zur eigenen Verwendung oder zur Einspeisung ins Stromnetz zur Verfügung.


Zusammengefasst:

Der kleine, robuste und kompakte Turbinengenerator – nicht viel größer als ein Schuhkarton – kann dezentral überall dort eingesetzt werden, wo auch kleine Mengen Restenergie bisher ungenutzt den industriellen Prozess verlassen. Dabei ist die innovative Technologie für eine Vielzahl von Anwendungen einsetzbar, um Prozessgase zu verstromen oder auch ungenutzte Abwärme zu verwerten.